Die Vision, die die hier angebotene Körperarbeit belebt, beruht auf dem Verständnis, dass die transformativ-heilsame Dimension einer Massage sich erst dann wirklich manifestiert, wenn  unsere subjektive Erfahrungen empathisch gehalten, geborgen, und erlaubt werden. Erst dann kommen wir als Nehmende zu einem natürlichen Ort der Ruhe. Indem wir einen körperlichen, gegenwärtigen Kontakt          mit Anderen - so wie sie sind -  herstellen, und indem wir einen offenen, warmen, heiligen Ort schaffen, in dem ihre Erfahrungen sich entfalten und scheinen können, werden wir zu Vehikeln der Liebe in Aktion. Mit unserer Präsenz, schaffen wir ein “haltendes Feld”, das ideale Setting, in welchem Entwicklung und Wachstum gedeihen können, gewoben        aus den Qualitäten von Kontakt und Raum.                         Ganzheitlich mit Menschen zu arbeiten bedeutet sich  mit ihnen zu verbinden. Das setzt wiederum eine tiefe Verbindung mit sich selbst voraus, die Verbindung zum eigenem Atem,  zu den eigenen Energiebewegungen, zu den eigenen Themen usw. Konkret wird daher in unseren Seminaren einerseits eine umfangreiche Massage-Choreographie gelehrt, aber z. B. auch die Kunst sich mit dem Atem im Hara- und Herzzentrum zu verankern, und die Arbeit aus diesen Chakren entstehen  zu lassen. Ich “erinnere” meine Schüler immer wieder daran, den Flow der Atmung als vehikel zu benutzen um sich mit den grundlegenden Energiebewegungen im eigenen Körper zu verbinden. Es geht nicht so sehr um Wissen und Technik, sondern eher darum die  Zusammenhänge zwischen einem klaren Kontakt, Atem, Bewußtsein und Präsenz zu verstehen und sie sowohl in die Massagepraxis als auch im täglichen Leben zu integrieren. Daher sehe ich die Massagepraxis nicht nur als eine Dienstleistung, sondern als einen wertvollen spirituellen Weg, sowohl für Gebende als auch für Nehmende. Die Sinnlichkeit in der Neuen Körperarbeit geht über unser herkömmliches Verständnis von Sinnlichkeit als Erotik und Leidenschaft hinaus. Sinnlichkeit ist unsere wahre Natur. Sie ist die machtvollste Energie unseres Lebens. Über die Sinne verbinden wir uns mit der Welt um uns herum und mit unseren Mitmenschen. Sinnlich zu sein bedeutet aber vor allem auch mit sich selbst verbunden zu sein. Wir leben in dem naiven Glauben, wir könnten einzelne persönliche Anteile, Empfindungen und Gefühle kontrollieren oder gar unterdrücken und gleichzeitig sogenannte posivitive Anteile, die von Moral, Normen und Idealen gestützt werden, sich frei entfalten lassen. Unterdrücken wir z. B. Gefühle wie Wut, sexuelle Empfindungen und Sinnlichkeit, so entfernen wir uns gleichzeitig von der Quelle unserer Vitalität, Kreativität und Freude. Die sinnliche Dimension in der ganzheitlichen Massage basiert auf der Herzenergie und kann sich, kanalisiert über den ganzen Körper, auf allen Ebenen offenbaren.   Obwohl Hautkontakt und intensive Berührung grundlegende Elemente von Massage sind, scheint sich die klassische Wellness-Massage ihrer sinnlichen Natur kaum bewusst zu sein. Sinnliche oder erotische Gefühle, die aufkommen könnten, werden vermieden. Für eine Vertiefung der Atmung, die ein wirkliches Loslassen von kontrollierender Scham und Schuld ermöglichen kann, ist zumeist kein Raum und keine “Erlaubnis” da. Wenn Massage “erwachsen” wird  bzw. tantrische Aspekte integriert werden, kann der Nehmende im Laufe der Massage zu einer lebendigen von Scham und Wertung freien Atmung “ermutigt” werden. Entsprechend lässt der Gebende seine Atmung frei werden und sich dem Massageflow anpassen. Eine bewußte und hörbare Atmung  hält den Gebenden     zu hundert Prozent präsent, macht ihn durchlässig und reinigt ihn energetisch. Dem Nehmenden wiederum wird das Gefühl vermittelt, dass eine atmende, sinnlich-fließende, freie, liebevolle Präsenz ihn umgibt und trägt. Mehr oder weniger bewußt "spiegelt" der Nehmende die wahrgenommene Atmung, gibt immer mehr die mentale Kontrolle ab und gleitet somit in seinen eigenen freien Flow und den damit aufkommenden Prozess.

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